Kaum ist der Sommer vorbei, beginnt in vielen Geschäften die Weihnachtszeit, doch ich war dieses Jahr noch einen Sprung früher dran. Bereits Anfang September habe ich einen Teil der Geschenke besorgt. Manche liegen versteckt im Kleiderschrank und die Geschenke für Portugal müssen zur Post gebracht werden.
Meine Freundin Manu ist vor 18 Jahren, samt Familie nach Portugal an die Algarve ausgewandert. Der Kontakt ist nie abgebrochen und ich liebe die langen Telefonate mit ihr. Weihnachten wird in Portugal etwas andern gefeiert als bei uns und mit Beginn der Adventszeit wird der Christbaum bereits aufgestellt. Keine Fichte oder Tanne, nein ein künstlicher Baum – denn bei den frühlingshaften Temperaturen an der Algarve hätte der Baum in kurzer Zeit keine Nadeln mehr. Wir haben schon seit Jahren an Weihnachten keinen Schnee mehr, doch wenn Manu erzählt, sie war an den Feiertagen am Strand, sie haben Fisch gegrillt oder draußen gefrühstückt, dann kommt bei mir ein wenig Neid auf. Dort ist das Klima ganzjährig mild und sonnig, wenig Niederschlag und der Frühling beginnt meist Ende Januar, was ich vor einigen Jahren bestaunen durfte. Wer die Kälte in Deutschland satthat und Weihnachten in der Sonne verbringen möchte, dem kann ich die Algarve bestens empfehlen. Hier ist keine Hochsaison, die Strände mehrheitlich leer und die Temperaturen um die 20 Grad.
Dieses Jahr habe ich mir grünes und braunen Kraftpapier besorgt und die Päckchen mit Zimtstangen, getrocknete Orangenscheiben, Koniferen und Anis verziert. Denke, wenn Manu das Paket öffnet, kommt ihr der Weihnachtsduft geradezu entgegen. Auf große Schleifen habe ich bewusst verzichtet, sie werden im Karton platt gedrückt und sehen nicht mehr schön aus. Weihnachtsgeschenke zu verpacken gestaltet sich oft komplizierter als es sein muss. Dabei ist es doch so einfach. Schuld an unschön verpackten Geschenken ist meist weniger die Technik des Verpackens, sondern vielmehr die Form des Geschenks. Ist das Geschenk nicht rechteckig, wird das Papier schnell unschön, reißt oder zerknittert. Vor Weihnachten sammle ich Kartons, in verschiedenen Größen und fülle es bei Bedarf mit dünnem Papier oder Holzwolle. Die Verpackung ist das erste, was bei einem Geschenk ins Auge fällt und signalisiert dem Beschenkten, dass man sich besonders viel Mühe gemacht hat. Mit ein paar Accessoires kann das Päckchen nach Belieben aufgewertet werden. Das macht es unter dem Weihnachtsbaum zu einem echten Blickfang und schürt die Vorfreude es auszupacken.
Ich lasse mir beim Verpacken viel Zeit und Ruhe, mit einer Tasse heißen Tee oder heißen Schokolade macht es dann auch Spaß und ist keine lästige Arbeit. Nun wird es langsam Zeit das Paket auf den Postweg zu bringen, gerade in der Weihnachtszeit dauert der Versand etwas länger als im übrigen Jahreszeitraum. Viel Spaß beim Geschenke verpacken.